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Kristin Schirbock

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22
Mrz
2016

„ruhig Blut bewahren“

Heute möchte ich Euch von folgendem Fall berichten und über die unglaublichen Verbindungen in unseren Körpern.

In meine Praxis kommt ein 50 jähriger Mann. Er berichtet mir von plötzlichem Bluthochdruck (200 zu 120 mmHg). Bei so einem Bluthochdruck sprechen wir schon von schwerer Hypertonie (Stufe 3). Diesen Zustand hatte er seit anderthalb Tagen und es wurde nicht besser.

Darauf frage ich ihn, ob irgendwas anders ist, ob er irgendwas Anderes gemacht hat?

Seine Antwort darauf ist, dass er sich wohl verhoben hat.

Ausgehend von dieser Schilderung habe ich unsere Behandlungsuhr folgend mit Screeningtest angefangen:

Screening Test Arteria Temporalis.

Der fiel positiv aus.

Im Anschluss habe ich mit dem Muskeltest M. rhomboideus major getestet. Der Muskeltest fiel positiv aus und ich habe den schwachen Muskel getapt.

Dann habe ich den M. rhomboideus minor gestest und habe auch diesen schwachen Muskel getapt.

Als letztes habe ich den Muskel sternocleidomastoideus befundet.

Zusätzlich hatte der Patient Funktionsstörungen und Subluxationen im Brustwirbelbereich. Diese habe ich mobilisiert und behandelt.

Ergebnis:

Abends rief er mich hocherfreut an. Bluthochdruck ist wieder im normalen Bereich. Es hat sich alle reguliert und auch in den kommenden Tagen gab es keine Veränderung.

Für mich gilt daher immer wieder:

Zusammenhänge zwischen muskulärer und vaskulärer Steifheit zu beachten, gerade wenn Bluthochdruck diagnostiziert wird, sowie Funktionsstörungen der Brustwirbel in den Blick zu nehmen.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit

Eure Kristin

9
Feb
2016

„Tempo, Tempo mit unserem Körper?“

Wir sind unseren Schnellschritt mittlerweile gewöhnt. Ob am Arbeitsplatz, in den sozialen Medien oder im Sport das Tempo in unserer Gesellschaft beschleunigt sich in allen Bereichen.

Der renommierte Stanford University Professor Philip Zimbardo wollte wissen, wonach sich die Menschen am meisten sehnen:

mehr Zeit mit Freunden

mehr Zeit mit der Familie

mehr Zeit für meinen Erfolg und meinem Schlaf.

Nun wurden Sie gefragt, was würden sie tun, hätten wir einen Tag mehr in der Woche. Die Antwort war unglaublich:

Sie würden den Tag nutzen, um härter zu arbeiten, um noch mehr zu erreichen. Sie würden die Zeit nicht für sich, ihre Freunde oder ihre Familie nutzen. Was für ein Widerspruch an sich.

(hier das Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=A3oIiH7BLmg)

Doch was macht das mit unserem Körper? Ist er für das Tempo in unserem Umfeld ausgelegt? Kann unser Körper überhaupt ein anderes Tempo haben, als sein Eigenes? Gibt es auch schnellere Therapie? Die Antworten kenne ich natürlich auch nicht – aber aus meiner Erfahrung als Physiotherapeutin kann ich berichten.

Dazu folgender Fall:

Die  Vorgeschichte.

Im Januar 2015 kam Patient mit Kniebeschwerden (sportlich, 45 Jahre, schlank). Befundung: Schmerzen im Oberschenkel am Tuber ischiadicum links.

Behandlung:

Angefangen habe ich mit der Behandlung am Becken, dann die LWS, das Sprunggelenk – erst rechts, dann links, dann beide nochmals, das gleiche mit den Knien.

Kein Erfolg. Die Beschwerden blieben.

Dann sah ich mir das Kiefergelenk und Kopfgelenke an, behandelte beides.

Keine Besserung beim Patienten.

Zusätzlich habe ich Schulmedizinisch diagnostisch alles abklären lassen, an was ich therapeutisch denke, zuerst mit MRT und Röntgen, dazu kamen dann die Laufanalyse, eine osteopathische Behandlung, der Zahnarzt war dabei, Darmspiegelung, Blut (pos. Borrelienbefund, anschließend Antibiotika).

Dann habe ich Nahrungsergänzung von einer befreundeter Heilpraktikerin austesten lassen, und ein Berufsfreund korrigierte falsche (nicht korrekte) Glaubensätze mittel der applied kinesiology. Eine sehr spannende, neue erfolgsversprechende Therapie. Leider bei mir ohne gewünschtes Ergebnis.

Dann probierten wir die Black Roll und stellten seine sportliche Belastung teilweise ein und um. Änderten Belastungen und Trainings- Frequenzen.

Und erst jetzt (hier waren schon 3 Monate vergangen) passierte etwas Merkwürdiges. Der Schmerz bei meinem Patienten wanderte von der Hüfte, über sein rechtes- dann zu seinem linken Knie. Steckte dann für einige Zeit im rechten Sprunggelenk um sich letztendlich im linken Sprunggelenk zu manifestieren.

Dort konnte ich eine alte Sprunggelenksverletzung feststellen- keine eigentliche Verletzung, sondern eher eine in unregelmäßigen Abständen stattgefunden Überlastung  bzw. Überdehnung. Mit der Folge längerer Instabilitäten im Gelenk. Mein Patient räumte diesen lange Zeit zurückliegenden Verletzungen (über 20 Jahre) keine Bedeutung mehr ein und hatte es wohl auch schlecht vergessen, mir mitzuteilen. Wie wir wissen, vergisst unser Körper nichts.

Also, ich war auf dem richtigen Weg.

Ich tapte die schwachen Muskeln M. peroneus longus et breves und M. tibialis posterior, dazu ein Korrekturtape auf den lateralen Malleolus und die lateralen Bänder. Zusätzlich gab es Trainingseinheiten mit Stabilisationsübungen auf instabilen Unterlagerungen für das widerspenstige Sprunggelenk.

Und nach und nach lösten sich die Probleme.

Jetzt im Februar 2016 sind die Probleme endlich gelöst. Patient geheilt.

Aktuell habe ich den Stereotyp umgestellt und wir sind zusammen immer wieder am Korrigieren des Beckens und der LWS. Wir üben regelmäßig am Slingtrainer und zur Abrundung schickte ich den Patienten zum regelmäßigen Yoga.

Uff, das war ein weiter Weg und sehr langsam.

Mein Resümee:

Manchmal bedarf es einen langen Weg, um endlich am Ziel anzukommen. Therapie ist kein Hochleistungssport und auch keine schnelllebige Mode. Therapie heißt, geduldig alles auszuschöpfen, was Körper, Geist und Seele des Patienten benötigt. Dabei zeigt uns der Körper nicht immer sofort das „Fenster zum Erfolg“. Dieses Beispiel zeigt die faszinierende Langsamkeit der Regulation in unserem Körper.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit

Eure Kristin

18
Nov
2015

“manchmal geht es auch schnell”

Heute wieder News von mir, Kristin Schirbock, Eurer Therapiebloggerin. Was ist passiert, seit dem letzten Beitrag? Jeden Tag jede Menge Therapie. Viele Erfolge, viele Probleme und viele Neuanfänge.

Bei vielen Patienten mühen wir uns über eine längere Zeit. Ändern unsere Strategie, die Betrachtungsweise der Probleme, holen uns Hilfe und Rat und wenn der Therapieerfolg ausbleibt, stehen wir vor einem Rätsel. Um so mehr erfreut es mich immer wieder, wenn der Erfolg sich fix und unkompliziert einstellt. Dazu dieses Beispiel:

Was ist passiert:

Patientin klagte über Schmerzen und Schwellung am Fuß im Bereich der M. tibialis anterior Sehne. Ihr Bein und Fuß waren früh morgens nach dem Aufwachen geschwollen und schmerzhaft.

Befundung:

Sceening mittels Sceeningtest ( Patrick Test, Linder 2 und SLR)

Positiver Patrick Test

Inhibition folgender Muskeln:

M. gluteus medius/ minimus bds.

M. iliacus rechts

M. glutaeus maximus bds.

M. tibialis anterior und schmerzhaft

Mm. peroneii

Bild 1 zum Muskeltest

Bild 1 zum Muskeltest

Bild 2 zum Muskeltest

Bild 2 zum Muskeltest

Hier mein Behandlungsschema:

Ursprung/ Ansatz Technik im Bereich des Trochanter major und anschließend Kinesiotape auf den M. glutaeus medius/minimus

Myofasziale Techniken am M. iliacus und Entlastung des Lig. ilioinguinale

Reposition der M. tibialis anterior Sehne unter aktiver Bewegung des Oberen Sprunggelenkes in Dorsalflexion/ -extension.

Ansatztechnik des M. peroneus longus am Os naviculare und Metatarsale 1

Zusätzlich behandle ich die obere HWS, da eine positive TL die beidseitige Schwäche des M. gluteus medius und maximus beseitigte.

 

image Tapeanlage

Einklemmung der M. tibialis anterior Sehne rechts 

Abschlussbefund:

Patientin war sofort schmerzfrei und die Muskeln waren Alle normofaszilitiert. Was folgt daraus? Wenn Ihr die richtige Reihenfolge in der Behandlungsstrategie beibehaltet, findet Ihr den richtigen Zugang. Und das gewünschte Ergebnis kann dann manchmal ganz schnell gehen.

…und nun wie immer zu beachten, liebe Leser, Freunde und Therapeuten. Kein Fall ist gleich, keine Behandlung identisch, kein Mensch wie ein anderer und deshalb gilt nicht: nachmachen, sondern inspirieren lassen. In diesem Sinne, beste Inspiration.

Eure Kristin.

 

 

10
Sep
2015

Fascien- Flossing

Kennt ihr die faszinierende Welt des Faszien- Flossing? Lest meinen Erfahrungsbericht hier:

Bei unserem internationalen Referententreffen im Juli hörte das 1. Mal etwas über Flossing und die Flossing- Bänder! Was ist das? Und was kann dieses Gummi- Band?

Sofort hielt ich meinen Unterarm hin und sagte, „ich möchte das gerne testen“. Mir wurde mein Unterarm mit einem schwarzen Gummiband abgeschnürt. Hilfe! Was war das? Meine Finger wurden weiß und die Kraft schwand sofort. Über das Band wurden die Faszien mobilisiert und ich musste meine Hand aktiv bewegen, was nicht so einfach war und etwas schmerzhaft, aber nicht unangenehm.

Als das Flossing Band wieder ab war, spürte ich wie förmlich das ganze Blut, die ganze Lymphe und Energie wieder zurück kam und wie angenehm sich plötzlich die Strukturen am Unterarm anfühlten. Wow, was für ein Effekt.

Danach fing ich an mich sofort damit auseinander zusetzten. Ich bestellte mir ein Flossing Band und nahm es mit ins Trainingslager nach Warnemünde, zu meinen Handballern vom EHV Aue (Glückwunsch nochmals an dieser Stelle zum Sieg gegen TBV Lemgo 30:24 im DHB Pokal), wo Alles geflosst wurde…. Beine, Füße, Schultern, Ellenbogen… einfach Alles!

Es ist genial.  Die Wirkung ist wirklich verblüffend. Der Bewegungsausschlag verbesserte sich sofort, Schwellungen gingen zurück. Die Schmerzen ließen nach, die Durchblutung wurde beschleunigt und die Muskelkraft verbesserte sich. Alles Effekte, welche ich aus unserer Kinesiotape Erfahrung kenne.

Wir werden diese Methode in unserem neuen Faszienkurs integrieren, da es doch einige wichtige Dinge bei der Anlage der Bänder zu beachten ist und ich glaube viele von Euch werden genauso schnell begeistert sein. Zusätzlich bieten wir einen Schnellkurs für alle, die es nicht erwarten können an.

Eure Kristin

Hier der Link zu unserer Homepage:

http://www.pta-seminare.com/flossing/39

und hier der Link zu unserem Video über das Fascien Flossing:

https://youtu.be/ok72RUiSYSw

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19
Aug
2015

das Richtige tun

Liebe Blog Fans…

nachdem der unglaublich schöne Sommer uns glücklich macht, möchte ich einen kleinen Beitrag aus meinem Sommer mitteilen.

Anfang Juli war ich als Gastreferentin bei einer Seminarwoche in Südtirol geladen. Das Thema hieß „Wirbelsäule“ und ich wurde gebeten etwas zum Thema: Wirbelsäule, Kinesiotape, Slingtraining, Aktivierung der Stabilisatoren etc. zu referieren.

Am Anreisetag kam es zu einer kurzen Vorstellungsrunde und ich spürte schon, was für eine unglaublich interessierte Truppe in der Runde saß. Lauter Menschen, welche jeder für sich etwas Besonderes ist. An den nächsten 2 Tagen ging es heiß her. Wir klebten Unmengen an Tape, diskutierten über die Applied Kinesiologie, probierten gemeinsam das (immer noch sehr gute) Slingtraining , übten die Screenings und es gab auch viele Tränen. Nicht vor Ärger oder Wut, sondern Tränen der Befreiung (wenn das auch ein wenig dramatisch klingt- so ist es doch eher die Ausnahme über Gefühle, Krankheiten, Sorgen- kurzum über Negatives zu reden. Und wenn dann die Energie aus uns herauskommen darf, fließen Tränen).

Ich war erstaunt wie offen und schnell die Kursteilnehmer der Tapewelt gegenüber waren und eigene Ideen sofort umsetzten.

Maximilian und Susanne (unsere beiden Organisatoren) führten uns zu einer alten Schwefelquelle, was für ein magischer Ort.

Kurzum: ich wurde so herzlich aufgenommen und es gab so viel liebe Worte der Begeisterung und der Anerkennung und einfach nur der Liebe. Es hat sich für mich wieder einmal gezeigt, dass es wichtig ist, die richtigen Dinge zu tun. Dazu fällt mir auch gleich ein passendes Sprichwort ein: die wichtigsten Dinge in unserem Leben, sind keine Dinge. Wie wahr.

In den Tagen vermittelte ich fleissig unsere Philosophie, die der „perfect therapie Akademie“. Wir suchen mittels Sceening- und Muskeltests solange, bis wir in der Lage sind, eine optimale befundgerechte Anlage durchzuführen. Denn auch die Therapie (das Tape) ist nur so gut und wirksam, wie der Therapeut selber.

Nun startet auch bei uns langsam wieder das Akademie Geschäft. Wir kommen mit interessanten Kursen rund um die Therapiewelt. Schaut auf unsere Homepage und lasst euch inspirieren.

www.pta-seminare.com

Eure Kristin

hier wird fleißig geübt

hier wird fleißig geübt

Foto 5

der Slingtrainer im Einsatz

20
Mai
2015

wenn der Muskel nicht fasziliert … dann geht nichts mehr (keine Kraftsteigerung möglich)

Startsatz: Heute ein Beispiel aus meinem Praxisalltag, was mir wieder aufzeigte, wie wichtig das ganzheitliche Denken in unserem Beruf ist. Nur in der Komplexität unseres Vorgehens und in der Auswahl einzelner Therapieformen, individuell zum Befund, werden wir (Therapie)- Erfolg haben. Die Zukunft der Physiotherapie heißt Blankorezept. Dazu müssen wir vernetzt und über unserer Grenzen hinweg denken und handeln. Unser angeeignetes Wissen, unsere erworbenen Kompetenzen über die vielen Stunden an Ausbildung und Zusatzqualifikationen gezielt anwenden. Dazu dieses Beispiel aus meiner Praxis:

Was ist passiert:

Ein 45 jähriger Mann kam mit starken Beschwerden – postoperativ vor 6 Monaten, nach einer Patellasehnenruptur an seiner rechten Seite in meine Therapie. Bis dato war der Patient 3 Wochen lang in der Reha mit anschließenden 36! Sitzungen in der Krankengymnastik.

meine Befundung:

- Lymphödem rechtes Knie

- Flexion 110 Grad mit Schmerz, Extension frei, Rotation frei

- Narbe verdickt und bläuliche Färbung

- Treppensteigen nur mit Nachstellen möglich, ansonsten schmerzhaft VAS 6

- positiver Patricktest, SLR Test und Linder 2 Test

- M. rectus, M. quadriceps, M. ischiokrurale, M. popliteus, M. gastrocnemius,  M. glutaeus medius und maximus, M. Quadratus lumborum, M.psoas alle rechts inhibiert

- Kapselspannung im rechten Kniegelenk nicht möglich

- keine koordinative Fähigkeit im rechten Kniegelenk möglich

- keine Exzentrik möglich

Hier mein Behandlungsschema:

- Entstörung Narbe mit Hilfe des Physiokeys einschließlich Narbensalbe, zusätzlich regelmäßiges Salben mit APM Salbe nach Austestung der Salbe täglich zu Hause

- Lymphtape als Drainagetape

- Kinesiotape auf alle inhibierten Muskeln als Muskelanlage

- Faszilitation des M. Articularis

- zusätzlich Slingtraining der gesamten dorsalen, ventralen sowie lateralen Muskelkette

- Proriozeptives Training auf dem Minitrampolin, wobei erstmal nur ein Erstkontakt möglich war (der

Patient stand in 6 Monaten Reha und Physiotherapie das erste Mal auf instabiler Unterlage)

Fazit bereits zum 2. Termin:

 - 80%ige Erstverbesserung hinsichtlich Bewegungsgefühl, Gelenkspannung, Beweglichkeit, Schwellung und Muskelkraft

- Flexion im Kniegelenk fast frei

Seitdem war der Patient 4x bei mir, wir arbeiteten am Muskelaufbau, an der Exzentrik, an der Propriozeption und an der Regulationsfähigkeit des Kniegelenkes. Mein Patient trainiert täglich zu Hause auf instabilen Unterlagerungen, fährt regelmäßig Fahrrad und ist belastbar.

Und zum Schluss: wie immer zu beachten, liebe Leser, Freunde und Therapeuten. Kein Fall ist gleich, keine Behandlung identisch, kein Mensch wie ein anderer und deshalb gilt nicht: nachmachen, sondern inspirieren lassen. In diesem Sinne, beste Inspiration.

Dann habe ich noch eine Bitte. Schreibt mir doch Eure Erfahrungen und Fragen zur Therapie. Vielleicht möchtet Ihr noch weitere Details oder habt selber sehr gute Erfahrungen mit einer bestimmten Methode in Eurer täglichen Arbeit. Ich freue mich darauf. Wenn Ihr wollt, veröffentliche ich Eure Nachrichten und wenn Ihr das nicht wollt, gebe ich Euch auch Antwort nur zwischen Dir und mir.

 Eure Kristin

1
Apr
2015

die Wirbelsäule des Menschen hat 23 Bandscheiben…

Startsatz: heute wieder News von mir, Kristin Schirbock, Eurer Therapiebloggerin 

Was ist passiert:  ein männlicher Patient, keine 55 Jahre alt, mit deutlichen Bewegungseinschränkungen bat mich um meine Hilfe. Im Erstgespräch erfuhr ich folgende Dinge: 2 Operationen an seiner Bandscheiben L4/L5 vor 10 und vor 12 Jahren, deutliche Atrophie, 

Hier meine Befundung:

M. triceps surae links, M. peroneus longus et brevis links, ICM links schwach,

M. piriformis links und Glutealmuskulatur rechts schwach,

M. Quatratus lumborum links schwach, M. psoas links positiv, M.Tfl rechts positiv,

CAT 1 Fehler,

Deutliche Narbe von ca. 3cm im unteren LWS Bereich,

Sensibilitätsstörungen linke Gesäßhälfte mit Kälteempfinden, Wade deutlich kühler,

starke Einschränkungen beim Gehen und Stehen (durch die Muskelinsuffizienz)

Beschwerden im rechten Hüftgelenk,

Patrick Test rechts positiv,

Linder 2 Test positiv

Hier mein Behandlungsschema: 

  • Physiokey zur Entstörung der Narbe, hauptsächlich oberhalb deutlicher Lymphstau und Störung, anschließend noch im linken Gesäßbereich behandelt
  • zusätzlich 3 Bahnen, 6 Punkte
  • CAT 1 Fehler behandelt
  • S1 links behandelt, anschließend deutliche Muskelaktivität linke ICM und
  • M. triceps surae
  • kinesiologisches Tape auf alle Muskelbefunde
  • Gittertapes auf Bl 40, Bl 60, GB 34
  • AORT Techniken für M. psoas links

Nach einer Woche führte ich noch eine 2. Behandlung durch:

  • Physiokey im Narbenbereich mit einer Salbe
  • Dehnung des M. psoas bds., M.quadratus lumborum links
  • kinesiologisches Tape auf M. Tfl, rechts Behandlung CAT 1
  • nochmal Gittertapes auf Gb43, Gb30
  • zusätzlich Übungen zur Aktivierung der Muskulatur im Slingtrainer im geschlossenem System

Abschlussbefund: deutliche Besserung der Kraft, Patient verspürt ein besseres Gefühl beim Stehen und Gehen

Endsatz: und nun wie immer zu beachten, liebe Leser, Freunde und Therapeuten. Kein Fall ist gleich, keine Behandlung identisch, kein Mensch wie ein anderer und deshalb gilt nicht: nachmachen, sondern inspirieren lassen. In diesem Sinne, beste Inspiration. Eure Kristin.

 

16
Mrz
2015

Mitunder sitzt die ganze Seele, in eines Zahnes dunkler Höhle*

Heute wieder News von mir, Kristin Schirbock, Eurer Therapiebloggerin. Was ist passiert, seit dem letzten Beitrag? Jeden Tag jede Menge Therapie. Viele Erfolge, viele Probleme und viele Neuanfänge. Das steht schon mal fest. Besondern berührte mich die folgende Begebenheit… * das oben verwendete Zitat stammt von Wilhelm Busch (1832-1908 Schriftsteller und Zeichner)

Was ist passiert:

Ein 40 jähriger Mann- ein Handwerker kommt zu mir in meine Praxis und bittet mich um Hilfe. Er hat Beschwerden im rechten Knie und TLÜ bei Belastung. Sein Knie ist ohne Befund, allerdings im Rücken gibt es deutliche fasziale Verklebungen und der Linder 2 Test ist positiv. Nach der Befragung des jungen Mannes entstand ein Verdacht, welcher sich schnell erhärtete. In Zusammenarbeit mit seiner Zahnärztin konnte geholfen werden.

Befundung:

ein entzündeter Zahnherd verursacht Beschwerden im Rücken und rechten Knie

Hier mein Behandlungsschema:

Therapielokalisation (das Wort kürze ich ab nun TL ab) rechte Wange positiv

TL rechte Kieferhöhle und Siebbeinhöhle positiv,

TL 16 positiv- akute Pulpitis,

Zahnbefund wurde wurzelbehandelt (nicht durch mich- Danke an die Zahnärztin)

Zusätzlich Befall Candida albicans, welcher mit Mixtura Thymi behandelt wird, TL zur NNH wurden dadurch aufgehoben

Abschlussbefund:  Kniebeschwerden sind verschwunden. Sein Rückenschmerz kaum noch spürbar. Mein Patient fühlt sich leistungsfähig und fit. An dieser Stelle zeigt sich, dass wir keine Einzelkämpfer sind- weder im sozialen noch im therapeutischen Sinne. Eine gute Zusammenarbeit, die Vernetzung aller Kompetenzen bedeutet meistens erfolgreichere Therapie. Und das ist ja klar im Interesse unserer Patienten.

Und nun wie immer zu beachten, liebe Leser, Freunde und Therapeuten. Kein Fall ist gleich, keine Behandlung identisch, kein Mensch wie ein anderer und deshalb gilt nicht: nachmachen, sondern inspirieren lassen. In diesem Sinne, beste Inspiration. Eure Kristin.

6
Feb
2015

Völlig unerwartete Eindrücke bei unserer AK-Ausbildung

Letzte Woche berichtete ich vorfreudig über unsere Grundausbildung in funktionsbezogener Medizin mit Integration der Applied Kinesiology (AK). Es war das erste Mal das wir Dr. Karsten Wurm plus sein Team einluden und er unsere Therapeuten ausbildete. Was uns erwartete, hätte ich mir nicht vorstellen können.

Auf der inhaltlichen Ebene war es ein sehr dichter Kurs, der Anfänger und alte Hasen abholte. Wir konnten unser Wissen vertiefen, ausbauen und ich bin mir sicher, unsere Patienten werden unsere neue Qualitäten zu schätzen wissen.

AK-Grundausbildung

 

Wir erlernten die genaue Muskeltestung, einschließlich Sedierungspunkte. Karsten Wurm erläuterte uns die 5 Faktoren als Behandlungsansatz und die Zusammenhänge zwischen Muskel & Organ. Wir klärten den Behandlungsunterschied bei Subluxationen, Fixationen und die Blockierung an der Wirbelsäule. Dafür bekamen wir eine Strategie zur Hand, um diese Probleme schnell zu korrigieren.

Weiter ging es mit Beckentorsion und Beckenschiefstand und wie wir diese Probleme mit einfachen Schritten diagnostizieren und behandeln können. Die Funktionelle Therapie ist dabei der erste Schritt in die Zukunft. Denn ich als Physiotherapeutin möchte schnell und mit einfachen Methoden nicht nur Schmerzen behandeln, sondern meine Patienten einen neuen Weg zeigen, welcher nachhaltig und mit Weitblick auch über einen langen Zeitraum hilft.

Das Sahnehäubchen kam zum Schluss. Nämlich was wir  auf der persönlichen Ebene erlebten. Wir wissen, das unsere Therapeuten oft sensationell gut ausgebildet sind, dafür aber oft die Frage offen bleibt: Was nützt die beste Ausbildung, wenn sie nicht zur Anwendung kommt? Deswegen wollten wir mit Dr. Wurm auch unsere persönlich Entwicklung stärken.

Eines unserer Übungen war einen Holzpfeil zu zerbrechen und das nur mit Hilfe unserer Kehle. Das dieses von außen sehr weich anfühlende Organ zu solchen Phänomenen möglich ist, war mir gänzlich neu. Der Trick dabei war sich innerlich fallen zu lassen und mit Vertrauen die Energie fließen zu lassen. Vielleicht ist das eine Erkenntnis, die wir in den nächsten Wochen mit in unseren Alltag nehmen werden.

Jetzt bin ich umso mehr gespannt, was uns in unserem nächsten Modul 2 vom 23. bis 28.03.2015 erwartet.

Für alle die aus terminlichen Gründen nicht an diesem wunderbaren Seminar teilnehmen konnten, können wir auf Grund der großen Nachfrage noch einen weiteren AK Kurs anbieten!

Wir lernten in dem Kurs mutiger zu werden und unsere unterschiedlichen Herangehensweisen als Therapeuten als Stärke zu sehen. Ich bedanke mich bei den Teilnehmenden und dem Referententeam für dieses wunderbare Ergebnis.

 

ps: Der nächste Kurs ist auch schon geplant: Hier entlang: http://pta-seminare.com/weitere-seminare/ak-function

 

2015-01-28 17.02.31-2 2015-01-28 17.02.31-1 2015-01-28 17.02.10 2015-01-28 17.02.01 2015-01-28 10.26.55

14
Jan
2015

ist die Mama gesund…

Startsatz: heute wieder News von mir, Kristin Schirbock, Eurer Therapiebloggerin. Was ist passiert, seit dem letzten Beitrag? Jeden Tag jede Menge Therapie. Viele Erfolge, viele Probleme und viele Neuanfänge. Das steht schon mal fest. Besondern berührte mich die folgende Begebenheit…

Was ist passiert:

Patientin mit Schmerzen in der linke Leiste und dies seit einigen Wochen. Wahrscheinlich bzw. ziemlich sicher  als Folge von Ihrer Entbindung vor 2 Monaten. Ein leichter Leistenbruch wurde diagnostiziert.

Befundung:

Zuerst die subjektiven Angaben von meiner Patientin: Schmerz unerträglich bei Belastung, auch Ruheschmerz, welcher Ihr nachts den Schlaf raubt. Ausstrahlung in das linke ISG. Keine Rückbildungsgymnastik möglich.

Was habe ich gefunden: Patrick Test links positiv, Linder 2 Test positiv, Funktionsstörung linkes Kopfgelenk, folgende Muskeln mit Muskeltests schwach: M. psoas rechts, M. quadratus lumborum links, M.gluteus medius/ minimus und maximus links, ISG links blockiert, Symphyse frei, aber sehr schmerzhaft und hypermobil

Hier mein Behandlungsschema:

  • Mobilisation Kopfgelenk und ISG +
  • Kinesiotape Muskeltechnik auf M. psoas rechts, M.quatratus lumborum links sowie M. gluteus medius/minimus/maximus links (kinesiologisches Tapen)+
  • Ligamententechnik Symphyse (kinesiologisches Tapen)+
  • Gittertape auf RenMai4=Alarmpunkt Dünndarm

Abschlussbefund:

Schmerzen nur noch bei passivem Endgefühl bei der Durchführung des Patrick Tests im linken ISG- Gelenk, Patrick Test negativ und alle Muskeln stark

Die Nachricht*, die mich dann am Abend von der Patientin erreichte, lege ich Euch als Screenshot hier bei. Dann bin ich sprachlos, natürlich vor Freude. Geht es der Mama gut, dann kann es dem Baby nur noch besser gehen.

Foto (5)

 

*Absender und Namen habe ich entfernt

Und zum Schluss: wie immer zu beachten, liebe Leser, Freunde und Therapeuten. Kein Fall ist gleich, keine Behandlung identisch, kein Mensch wie ein anderer und deshalb gilt nicht: nachmachen, sondern inspirieren lassen. In diesem Sinne, beste Inspiration.

Dann habe ich noch eine Bitte. Schreibt mir doch Eure Erfahrungen und Fragen zur Therapie. Vielleicht möchtet Ihr noch weitere Details oder habt selber sehr gute Erfahrungen mit einer bestimmten Methode in Eurer täglichen Arbeit. Ich freue mich darauf. Wenn Ihr wollt, veröffentliche ich Eure Nachrichten und wenn Ihr das nicht wollt, gebe ich Euch auch Antwort nur zwischen Dir und mir.

Eure Kristin